Zusammenfassung
Heying analysiert die politische Bedeutung urbaner Arbeiterkneipen vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik. Gaststätten stärkten kollektive Identität und konnten trotz staatlicher Kontrolle Orte linker Aktivität bleiben. In den 1920er Jahren entwickelten sich einzelne Lokale zu antifaschistischen Stützpunkten; später wurden solche Räume von Faschisten angegriffen oder übernommen. Die Rolle der Wirte wird ausdrücklich berücksichtigt.
Citation
Heying, Mareen: „The Working-Class Pub as a Site of Socialist and Antifascist Resistance in the German Empire and the Weimar Republic“, in: The Social History of Alcohol and Drugs 39/1 (2025), S. 3–29, DOI: 10.1086/734539.
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Einordnung
Ein sehr passender Forschungsrahmen für lokale Partei- und Versammlungslokale. Die Kneipe wird als sozialer und politischer Raum untersucht, nicht primär der Bierkonsum. Für eine Fallstudie wären Polizei-, Konzessions- und Vereinsakten sowie Lokalzeitungen besonders wichtig.